pastoralerRAUM Pastoralverbund Im Dortmunder Süden

für die Gemeinden St. Clemens Hombruch, St. Franziskus-Xaverius Barop, Maria Königin Eichlinghofen

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Sechstes Fenster der Nordseite: Das Wilhelm-Oberhaus-Fenster

Es ist das 12. und vorerst letzte von 13 Fenstern der Pfarrkirche, die in den vergangenen Jahren mit besonderer Thematik gestaltet wurden.

Wilhelm Max Oberhaus war von 1933 bis 1938 Kaplan in der Pfarrei Sankt Clemens. In der Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus wurde er 1941 verhaftet und starb 1942 im Konzentrationslager Dachau an den Folgen der Haft und den erlittenen Misshandlungen. Er trug die Häftlingsnummer 27826. Er reiht sich ein in die Schar der insgesamt 20 Märtyrer der Erzdiözese Paderborn in der Verfolgung durch die Nazis.

Das Fenster ist geprägt von den Farben Schwarz - Weiß - Rot, den Farben des Regimes, die aber in Ihrer Umkehrung als Nationalfarbren für Unrecht, Verfolgung und Mord stehen. Hier steht das Rot in großer Fläche als Farbe für Mord und Terror. Das Schwarz mit seinen Graunuancen zeichnet Leid nach. Ihrer Würde beraubt, werden die Menschen in Haft in die gestreifte Häftlingskleidung gepresst und sind nur als Nummer existent. Dieses Einzwängen in das Streifengitter der Kleidung, hinter Stacheldraht, nimmt ihnen ihre Daseinsberechtigung als Menschen und als Individuen. Der Häftling Oberhaus steht dort mit seiner Nummer 27826. Der Stacheldraht der Einzäunung zieht sich über die Szene. Über der Aufreihung der Häftlinge ist der Hohnspruch über dem KZ-Tor erkennbar: ARBEIT MACHT FREI, der aber in der Wirklichkeit der Haft Folter und Massenmord bedeutete.

Der Anonymität und Entwürdigung des Einzelnen entgegen steht darüber aber das Bekenntnis zum einzelnen Menschen und Opfer des Terrors. Jeder Einzelne hat ein Gesicht, ist eine Persönlichkeit mit eigener Prägung. Es sind unten links beginnend folgende Opfer der Verfolgung:

  • Vikar Karl Friedrich Petersen,
  • Kaplan Wilhelm Oberhaus,
  • Vikar Otto Günnewich,
  • Vikar Heinrich König,
  • Josef Quinke,
  • Pater Franz Riepe,
  • Ernst Kuhlmann,
  • Pater Reinhold (Johannes) Unterberg,
  • Pater Peter Drozniak,
  • Volksschulrektor Anton Kurze,
  • Pater Kilian (Joseph) Kirchhoff,
  • Bruder Wolfgang (Fritz) Rosenbaum,
  • Lehrling Heinz Udo Hallau,
  • Theodor Roeingh,
  • Bruder Servulus (Alfons) Patermann,
  • Präses Franz Finke,
  • Rechtsanwalt Joseph Wirmer,
  • Wilhelm Emanuel Freiherr von Ketteler,
  • Schwester Angela (Maria) Autsch,
  • Ferdinand Freiherr von Lüninck.

Im Fenster unten ist das Dunkle der Zeit, un der Widersinn dargestellt durch Schwarz und die Perversion in dem Erdgelb der Uniform des Regimes. Der SA-Mann ist Teil der Dunkelheit aber eben gesichtslos wie die Uniformierten in der Häftlingskleidung. Hier unten beginnt das Rot, das in der linken Hälfte des Fensters zum Fanal der Ungerechtigkeit wird.

Links neben der Darstellung der Opfer sind zeichenhaft die fünf Geheimnisse des schmerzreichen Rosenkranzes gesetzt als Zeichen für die Gegenwart Chrisit in der Verfolgung. In der Häftlingskleidung ist das erste Geheimnis dargestellt: Der für uns Blut geschwitzt hat. Darüber mit den geißelnden Enden des Stacheldrahtes: Der für uns gegeißelt worden ist. Und immer noch läuft die Streifenstruktur der KZ-Häftlinge im Geschehen mit. Das dritte Geheimnis zeigt auf: Der für uns mit Dornen gekrönt worden ist. Und das vierte Geheimnis zeigt nun Christus, der in der Verfolgung mitleidet: Der für uns das schwere Kreuz getragen hat. Oben, im Rund des Spitzbogens, ist der gekreuzigte Christus Der für uns gekreuzigt worden ist, der mitleidende Bruder der Verfolgten und Ermordeten im fünften Geheimnis sichtbar. Sein Blut läuft hinein in das Blutrot der Verfolger und mischt sich damit. Christus ist gemeint in der Verfolgung und Tötung der Märtyrer.

Ein goldwarmes Gelb, verstärkt durch das Licht im farbigen Glas, gibt aber die Antwort auf die Verfolgung. Schon beim Propheten Jesaja heißt es: "Sein Grab wird herrlich sein."

Text: Egon Stratmann

Künstler: Egon Stratmann, www.atelierstratmann.de

Einbau des Fensters: 17. Januar 2005

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